Der Film in der modernen Zeit (ab 1950)
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Technik der Tonaufzeichnung erneut revolutioniert. Das Magnettonverfahren, bei dem auf dem Filmstreifen ein zusätzliches Magnetband angebracht ist, setzte sich durch. Der Frequenzumfang wurde deutlich größer und es war auch erstmals möglich, hochwertige Stereo-Tonfilme zu produzieren.
Doch in den Jahren um 1950 verlor das Publikum das Interesse am Kino, denn das Fernsehen war im Kommen. Als Reaktion auf die hohen Verluste musste die Filmindustrie auf eine andere Zielgruppe umsteigen, die Jugendlichen, denn zuvor bestand die Zielgruppe aus vorwiegend älteren Menschen. Dies hatte Einfluss auf den Stil der Filmmusik. Jazz , Pop und Rock gewannen immer mehr an Bedeutung und der typische Hollywoodsound, die sinfonische Filmmusik, trat in den Hintergrund.
Seit den 50er Jahren versucht die Filmindustrie die Filmmusik auch auf Tonträgern zu vermarkten. Ab den 60er Jahren wurde es üblich, nicht nur den Titelsong zu vermarkten, wie zuvor, sondern den ganzen Soundtrack bzw. Teile davon zu veröffentlichen.
Später versuchte man den Filmton vom Fernsehton zu differenzieren und legte mehr Wert auf die Qualität des Klanges. So entstand um 1980 der Surround Klang und entwickelte sich später zu Dolby Surround und Dolby Digital Sound.