Grundlagen der auditiven Wahrnehmung
Bei einer Partitur werden alle Einzelstimmen untereinander aufgeschrieben, so dass der Dirigent einen Überblick über alle Instrumente besitzt. Partituren werden auch zur Reproduktion verwendet. Man unterscheidet dabei die Studienpartitur im Buchformat zum Lesen und Studieren einer Komposition, die Dirigierpartitur die dem Dirigenten zur Aufführung des Werkes dient, das Particell, das den Inhalt der Partitur in wenige Notensysteme zusammengefasst, die Hörpartitur, die vereinfacht für den ungeübten Hörer zum Begreifen dient und die Chorpartitur in der die Stimmen eines Chores notiert werden.
Partitur
Bei einer Partitur werden alle Einzelstimmen untereinander aufgeschrieben, so dass der Dirigent einen Überblick über alle Instrumente besitzt. Partituren werden auch zur Reproduktion verwendet. Man unterscheidet dabei die Studienpartitur im Buchformat zum Lesen und Studieren einer Komposition, die Dirigierpartitur die dem Dirigenten zur Aufführung des Werkes dient, das Particell, das den Inhalt der Partitur in wenige Notensysteme zusammengefasst, die Hörpartitur, die vereinfacht für den ungeübten Hörer zum Begreifen dient und die Chorpartitur in der die Stimmen eines Chores notiert werden.
Klangfarbe
Die Klangfarbe eines Tons ist ein spezifisches Gemisch aus Grundton und Obertönen, dies wird auch Spektrum genannt. Die Klangfarbe ist abhängig von der Beschaffenheit des Erzeugers (z. B. ein Instrument oder eine Stimme). Durch die Klangfarbe können wir verschiedene Geräusche und Töne unterscheiden.
Frequenz
Die Frequenz drückt die Häufigkeit der Schwingungen eines Objektes in einer Sekunde aus. Die Frequenz ist abhängig von dem Material des schwingenden Objektes und von der Intensität mit der auf das schwingende Objekt gewirkt wird.
Die Einheit, in der die Frequenz angegeben wird, heißt Hertz. Der menschliche Hörbereich liegt zwischen 20 Hertz und 20.000 Hertz. Alle Töne, die außerhalb dieser Frequenz liegen, also höhere oder tiefere Töne, können von uns Menschen nicht mehr wahrgenommen werden.
Stummfilmzeit (1895 – 1928)
1895 führten die Gebrüder Lumiére öffentlich kurze Stummfilme mit dokumentarischem Inhalt auf, die meist von einem Pianist live untermalt wurden. Manchmal gesellte sich noch ein Geiger hinzu. Dieser war zuständig für die gefühlsbetonten Szenen, und wurde deshalb auch „Schluchzende Geige“ genannt.
Als das Kino etabliert wurde, wuchsen die Möglichkeiten und die Musiker hatten endlich genug Platz. Folge: die Musik wurde immer aufwendiger und die Orchester wurden immer größer. Die Kinos besaßen auch eine Kinoorgel, die neben zahlreichen Klangfarben auch über Geräuscheffekte, wie zum Beispiel Pferdegetrampel und Wind, verfügte. In großen Kinos wurde der Film von eigenen Kinoorchestern begleitet, die bis zu 80 Mann umfassten.
Also kam die Stummfilmzeit unbegründet zu ihrem Namen, denn lautlos waren diese Filme nie. Man wusste nur noch nicht, wie man einen Ton bzw. Musik aufnehmen konnte. Die Gründe, dass Filme nicht lautlos waren, lagen auf der Hand: der Projektor ratterte, das Publikum war aus dem Theater an Musik gewöhnt, der Wechsel zwischen den Szenen war ohne Musik irritierend und die Musik sollte die gedrückte Stimmung im dunklen Kinosaal erhellen.
1926 war es dann so weit, der erste Tonfilm der Welt wurde von Warner Bros. veröffentlicht. Der Name des Films war „Don Juan“.
Der frühe Tonfilm (1928-1950)
1928 wurde der Stummfilm generell vom Tonfilm abgelöst. Die Filmmusik wurde nicht mehr live gespielt, sondern in einem Tonstudio aufgenommen.
Die Arbeit im Tonstudio hatte viele Vorteile: die Möglichkeit etwas öfters zu spielen, getrennte Aufnahmen von Geräuschen und Musik und eine Musik konnte gezielter und einheitlicher für einen Film eingesetzt werden. Doch es hatte auch seine Gründe, warum sich der Tonfilm erst so spät durchsetzen konnte. Die technischen Voraussetzungen waren bereits in den 1920er Jahren vorhanden, doch die Nachteile überwiegten. Der Ton wurde als störend betrachtet, denn der Zuseher sollte sich doch auf den Film konzentrieren. Die Tonqualität war miserabel, es war noch die Zeit des Nadeltonverfahrens, und so ein Schalltrichter konnte mit einem Orchester nicht mithalten. Auch die Bilddynamik war eingeschränkt, denn die Schauspieler mussten stets in der Nähe des Mikrofons bleiben und die Nachsynchronisation war meist zu aufwendig und unrentabel. Außerdem liefen Film und Ton stets auseinander, erst das Lichttonverfahren setzte dem ein Ende.
Das Lichttonverfahren ist heute noch im Einsatz. Der Ton wird bei dieser Technik als zusätzlicher Streifen am Rande des Filmes zusammen mit dem Bild aufgeführt. Die Vorteile, die sich bei diesem Verfahren ergeben, sind, dass bei einem Filmriss der Ton immer noch synchron zum Bild ist und bei der Vervielfältigung des Filmes auch der Tonstreifen mitkopiert werden kann. Nachteile dieses Verfahrens sind, dass der Film leicht zerkratzt oder verschmutzt werden kann, was die Ton- und Bildqualität beeinträchtigen kann und der Frequenzumfang des Lichttonverfahrens nicht besonders groß ist.
Die Einführung des Tones wurde von vielen Künstlern als „der Tod des Filmes“ bezeichnet. Musiker verloren ihre Jobs, einige Stummfilmschauspieler wurden wegen mangelnden Sprachvermögens nicht mehr engagiert und ein Film war nicht mehr für jedermann verständlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich der Tonfilm in den 30er Jahren endlich durch.
Der Stil der Musik der frühen Tonfilme orientierte sich an der Romantik und Spätromantik und prägte dadurch den typischen Hollywoodsound.
Der Film in der modernen Zeit (ab 1950)
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Technik der Tonaufzeichnung erneut revolutioniert. Das Magnettonverfahren, bei dem auf dem Filmstreifen ein zusätzliches Magnetband angebracht ist, setzte sich durch. Der Frequenzumfang wurde deutlich größer und es war auch erstmals möglich, hochwertige Stereo-Tonfilme zu produzieren.
Doch in den Jahren um 1950 verlor das Publikum das Interesse am Kino, denn das Fernsehen war im Kommen. Als Reaktion auf die hohen Verluste musste die Filmindustrie auf eine andere Zielgruppe umsteigen, die Jugendlichen, denn zuvor bestand die Zielgruppe aus vorwiegend älteren Menschen. Dies hatte Einfluss auf den Stil der Filmmusik. Jazz , Pop und Rock gewannen immer mehr an Bedeutung und der typische Hollywoodsound, die sinfonische Filmmusik, trat in den Hintergrund.
Seit den 50er Jahren versucht die Filmindustrie die Filmmusik auch auf Tonträgern zu vermarkten. Ab den 60er Jahren wurde es üblich, nicht nur den Titelsong zu vermarkten, wie zuvor, sondern den ganzen Soundtrack bzw. Teile davon zu veröffentlichen.
Später versuchte man den Filmton vom Fernsehton zu differenzieren und legte mehr Wert auf die Qualität des Klanges. So entstand um 1980 der Surround Klang und entwickelte sich später zu Dolby Surround und Dolby Digital Sound.
Funktionen der Filmmusik
Filmmusik ist ein wesentlicher Bestandteil eines Films. Er unterstützt nicht nur die Handlung, er macht einen Film auch lebendig, beeinflusst die Wahrnehmung und Emotionen der Zuschauer und kann die Zeitwahrnehmung wesentlich beeinflussen. Filmmusik trägt aber auch wesentlich zum Verstehen einer Szene oder eines Film bei. Seit das Fernsehen in den 50er Jahren etabliert wurde, ist Musik in diesem Medium nicht mehr wegzudenken. Man findet sie in fast jedem Sendeformat: angefangen bei Spielfilmen bis hin zu Dokumentationen, den Nachrichten oder Zeichentrickfilmen. Die Wichtigkeit der Filmmusik wird oft nur am Rande wahrgenommen, doch genau diese vermittelt die Emotionen eines Films.
Filmmusik muss leicht erkennbar und schnell verarbeitbar sein, denn man hört sie nur einmal und achtet dabei nicht einmal besonders auf sie, sondern konzentriert sich meist mehr auf die Bilder als auf den Ton.
Filmmusik wird im Bereich funktionale Musik eingeordnet, das heißt, wir hören sie nicht ihrer selbst willen, sondern sie ist an ein anderes Medium gekoppelt und hat eine bestimmte Funktion. Zum Bereich funktionale Musik gehören unter anderem auch Jingles und Multimedia Musik (Hintergrundmusik von Internetseiten, Präsentationen oder Softwareprodukte).
Kloppenburg unterteilte die Funktionen der Filmmusik, bezogen auf die Bildebene, die Filmhandlung und den Filmsyntax, in die Syntaktische Funktionen, die Expressiven Funktionen und in die Dramaturgischen Funktionen.
Syntaktische Funktion
Die Syntaktische Funktion ermöglicht uns ein leichteres strukturelles Verstehen des Gesehenen. So werden Sequenzen akustisch miteinander verbunden. Durch die Musik werden also weiche Übergänge zur nächsten Sequenz geschaffen oder auch eine starke Abgrenzung. In solch einem Fall hilft die Musik dem Zuschauer Handlungsstränge voneinander abzugrenzen. um so dem filmischen Geschehen besser folgen zu können. Filmmusik kann des weiteren Einstellungswechsel verdeutlichen.
Verwendete Techniken sind „Audio advanced“ (die Musik beginnt und leitet eine Szene ein bevor das Bild kommt) und „Audio delay“ (die Szene beginnt mit dem Bild und die Musik folgt).
Expressive Funktion
Die expressive Funktion ist wohl die uns am meisten bewusste und wichtigste Funktion der Filmmusik. Sie verstärkt und intensiviert das Gesehene.
Filmmusik hat einen expressiven Charakter, indem sie im Film gezeigte Gefühle unterstützt und hervorhebt. Sie ist es, die den Zuschauer dazu bewegt, die jeweilige Szene als z. B. noch romantischer oder noch trauriger. zu empfinden.
Dramaturgische Funktion
Filmmusik hat die Aufgabe, Personen zu charakterisieren. Sie verkörpert eine Person allgemein, drückt aber gleichzeitig auch die jeweilige Stimmung der Figur aus oder wird stellvertretend für sie eingespielt.
Neben den Stimmungen kann Filmmusik natürlich auch Spannungen erzeugen, indem sie sich z. B. bedrohlich anhört. Dadurch kann sie Einfluss auf die Interpretation des Zuschauers bezüglich der Handlung nehmen.. Die Filmmusik kann dadurch den Zuschauer auf Kommendes aufmerksam machen oder auch auf etwas Zurückliegendes verweisen.
Underscoring
Beim Underscoring wird die Musik exakt nach der Handlung geschrieben. Die Extreme der Underscoring-Technik ist die Mickey-Mousing-Technik, die ihren Namen auf Grund der häufigen Verwendung bei Cartoons erhielt.
Diese Techniken versuchen, das Bild möglichst synchron in musikalische Strukturen umzusetzen, also zu verdoppeln bzw. zu imitieren. Natürlich löst Underscoring auch Gefühle aus. Dabei werden vor allem instrumentale und stilistische Klischees verwendet. Wenn man zum Beispiel langsame Akkordeonmusik hört denkt man dabei zum Beispiel an Paris. Zu vielen Instrumenten und Musikstilen existieren konkrete Assoziationen die jeder Mensch im Laufe seines Lebens verinnerlicht und sie unbewusst anwendet.
Mood-Technik
Die Mood-Technik erzeugt eine Atmosphäre und Stimmung über eine ganze Szene hinweg. Dabei spielt die Wahl des Instrumentes, der Spieltechnik, des Tempos sowie der Tonlage und der Tonart eine wichtige Rolle. Bei dieser Technik wird keine Rücksicht auf Einzelheiten und Begebenheiten genommen, denn sie hat die Aufgabe, die seelische und psychische Verfassung einer Figur darzustellen.
Auch bei dieser Kompositionstechnik kommt es zur Verwendung von Klischees um eine Stimmung darzustellen. So verwendet man die Tonart DUR, um Freude auszudrücken und im Gegensatz dazu die Tonart MOLL, um Trauer zu verdeutlichen.
Die Mood-Technik ist perfekt dazu geeignet den Szeneninhalt musikalisch zu verdeutlichen, und findet daher in fast jedem Film statt.
Leitmotivtechnik
Die Leitmotivtechnik hat die Aufgabe wichtigen Figuren bzw. Szenen musikalische Motive zuzuordnen. Meist sind es dramaturgische Aufgaben die diese Kompositionstechnik übernimmt, wie zum Beispiel auf Vergangenes aufmerksam zu machen oder die Entwicklung der Handlung zu verdeutlichen. So können Situation- und Gefühlveränderungen ausgedrückt werden ohne sie bildlich darzustellen. Die Leitmotivtechnik kann jedoch auch die Charaktereigenschaften, die sich im Laufe eines Films entwickeln können, hervorheben.
Die Motive werden jedoch unterschieden. Ist eine Frau die handelnde Person, so ist das Motiv charakteristisch zart, sanft, einschmeichelnd und liebevoll. Ist jedoch ein Mann die handelnde Person, so ist das Motiv meist herb, markant, rhythmisch und lebhaft, fast aggressiv. Das männliche und weibliche Motiv haben die Aufgabe sich gegenseitig auszugleichen.
Widersprüche
Wenn man einen Film sieht erwartete man, dass Bild und Ton in Harmonie zusammenpassen, doch genau das störte manche Musiker und sie versuchten Disharmonie, also Widersprüche, in die Filme zu bringen.
Widersprüche mit Hilfe der Filmmusik zu erzeugen ist gewagt, denn es ist eine Zerstörung von erlernten Zusammenhängen. Es kann aber auch große Gefühle in einem hervorrufen. Oftmals kann eine Disharmonie eine Nachricht besonders hervorheben. Verherrlichende Musik bei Kriegsfilmen können eine Schlacht brutaler wirken lassen als Bombengeheule und schreiende Menschen. Jedoch wird ein harmonischer Film von einem Publikum oft besser aufgenommen und so ist ein Film mit vielen Widersprüchen oft ein großes Risiko.
Titelmusik
Die Verwendung von Kennmelodien bzw. Titelmusik ist besonders bei Fernsehserien wichtig. Jede Serie besitzt ihre einzigartige Melodie, an der sie jeder leicht erkennen kann. Diese Melodien müssen einfach gehalten werde, dürfen nicht stark variieren und polyphon werden, sonst geht der Wiedererkennungswert verloren. Jede Fernsehserie wird regelmäßig mit der gleichen Titelmusik begonnen und beendet. Das ruft beim Zuseher Erinnerungen an die letzte Folge wach und das Gedächtnis bereitet sich darauf vor, es zu aktualisieren.
Einfluss auf den Menschen
Untersuchungen der „American Audiovisual Society“ ergaben, dass Filmmusik das Erinnerungsvermögen steigern kann. Filmszenen, die von Musik begleitet wurden, wurden vom Zuschauer besonders aufmerksam beobachtet und prägten sich besser ein. So erinnerten sich 30% an nur optische Informationen, 20% erinnerten sich an nur akustische Reize und ganze 70% erinnerten sich an audiovisuelle Informationen. Das liegt daran das Informationen sowohl über den visuellen Kanal als auch über den auditiven Kanal übermittelt werden können und somit die Kanalkapazität gesteigert wird.
Ein anderes Beispiel ist die innerfilmische Assoziationsbildung, die durch die Filmmusik beginnt. Sie geht auf das sogenannte „affektive Gedächtnis“ zurück. Dabei werden wichtige Bildaussagen und Textpassagen mit bestimmter Musik emotional verbunden, welche an einer anderen Stelle des Filmes durch dieselbe Musik wieder hervorgerufen werden können.
Filmmusik unterstreicht jedoch nur gewisse Stimmungen der Bilder im Film, wichtig sind die Erfahrung eines Zusehers. Nur durch diese kann sich ein Zuschauer in die Rolle der Figur hineinversetzen und sie nachempfinden.
Emotionen
Seit dem 18. Jahrhundert gibt es Untersuchungen über die Auswirkungen der Musik auf die menschlichen Emotionen. Erst im Jahre 1930 untersuchte Kate Heyner die Stärke des Ausdruckes von Musikstücken indem sie einzelne musikalische Parameter veränderte. Sie variierte das Tempo, wandelte Dur in Moll um und änderte Harmonien in Dissonanzen. Probanden sollten dann Adjektive einem Stück zuordnen, um so ihre momentane Gefühlslage zu beschreiben.
Dabei stellte sich heraus, dass schnellere Musik fröhlich und langsame Musik traurig wirkte. Außerdem wurde ein Musikstück in Dur als glücklich und anmutig empfunden und dasselbe Musikstück in Moll als traurig und schwermütig beschrieben.
Aus dieser Studie heraus entwickelte sich zwei Theorien: die Zeichentheorie und die Resonanztheorie. Die Zeichentheorie besagt, dass man zum Entschlüsseln musikalischer Strukturen ein symbolisches Verständnis benötigt. Hingegen besagt die Resonanztheorie, dass das Musikerleben auf der Grundlage des Mitempfindens basiert. Heutzutage ist eine Kombination aus beiden Theorien am ehesten vorstellbar.
Musikhören ist immer mit Empfindungen körperlicher Art verbunden, was durch Atem- und Pulsfrequenz, Blutdruck und Hautwiderstand nachweisbar ist. Ein Rhythmus stimuliert nachweislich Puls und Atmung, extrem tiefe Töne sowie extreme Lautstärke können Angstzustände und Unbehagen verursachen. Dies wird von der Filmindustrie natürlich ausgenützt, so werden zum Beispiel tiefe Töne benützt um Angst auszulösen. Werden Geräusche über 65 Phon gespielt kommt es zu vegetativen Auswirkungen wie Schweiß, Zittern und Angst.
Musik wird immer einen gewissen Ausdruckgehalt besitzen, doch es kommt immer darauf an, wie sehr sich ein Zuseher beeinflussen lässt. Welches Ausmaß die Emotionen annehmen ist immer davon abhängig, wie weit sich der Zuseher der dargebotenen Musik hingibt oder mit welcher Einstellung er ihr entgegen tritt.
Die Zeitempfindung
Die Zeitempfindung in einem Film kann durch Musik stark beeinflusst werden. So kann eine kurze Szene mit langsamer Musik hinausgezögert werden oder aber mit schneller Musik schneller vorübergehen. So scheint es zumindest, denn die Länge der Szene ist die selbe.
Bei der Zeitempfindung in einem Film sind Rhythmus und Melodie besonders wichtig. Der Rhythmus kann besonders gut Ekstase und Meditation beschreiben, oft verwendet bei Actionfilmen, die Melodie hingegen hat die Aufgabe über den Zeitverlauf zu berichten. Man kann daher sagen, dass Rhythmus die dramatischen Aspekte des Films unterstützt während die Melodie die Handlung vorantreibt.
Kulturelle Unterschiede
Andere Länder, andere Sitten! Und genau diese Sitten beeinflussen die Assoziationen der Menschen. Bei der Filmmusik muss stets darauf geachtet werden für welches Land ein Film produziert wird. So verbindet zum Beispiel ein Afrikaner ein Begräbnis mit fröhlicher, stimmungsvoller Musik, ein Europäer hingegen mit trauriger und schwermütiger Musik. Wenn ein Afrikaner einen europäischen Film sieht, kann er die Situation nicht zuordnen, ihm fehlen die dazugehörigen Erfahrungen.
Das hängt damit zusammen, dass unser Gehirn nur Verbindungen mit Erlebten erstellen kann. Der Mensch lernt bewusst und unbewusst verschiedene Prinzipien miteinander zu verbinden. So können zwei voneinander unabhängige Erlebnisse eine enge Bindung eingehen und so an andere erinnern und Gefühle wecken.
Die Assoziationsbildung ist in der Filmmusik vor allem bei den Kompositionstechniken zu berücksichtigen. So können beim Underscoring nicht die selben instrumentalen und stilistischen Klischees verwendet, denn jedes Land hat seine eigenen Klischees. Auch bei der Mood-Technik muss darauf geachtet werden, welche Instrumente , Tonarten und Spieltechniken für ein Land üblich sind, für das der Film produziert wird.
Der Komponist
Der Komponist ist der Kopf der Gruppe und verantwortlich für die zentrale kreative Leistung, Entwicklung und Überwachung der Phasen.
Der Musikeditor
Der Musiceditor ist die Verbindungsperson zwischen Schneideraum und Komponist. Er überwacht das Anlegen von temp tracks (provisorische Filmmusik, auf die sich der Regisseur und der Komponist während des Drehs einigen) im Rohschnitt und er führt Buch über alle Ansagen und Bemerkungen bezüglich der Musik. Er schreibt unter anderem auch Listen mit Timecode-Zeiten der Schnitte und Musikeinsätze und gibt Schnittveränderungen vom Schneideraum an den Komponisten weiter. Zu guter letzt fügt der Musiceditor noch die Musik an den Film an.
Der Soundprogrammierer
Soundprogrammierer sind sozusagen Soundbastler, die in kurzer Zeit individuelle Filmmusik erzeugen können. Dabei benützen sie keine handelsüblichen CDs oder factory sounds sondern hochwertigeres Material.
Der Orchestrator
Der Orchestrator hilft dem Komponisten durch selbstständiges oder nach präziser Anweisung spielen eines Instrumentes. Er ist auch beim Schreiben der Partituren behilflich.
Der Kopist
Der Kopist erstellt nach der vorgegebenen Partitur das Notenmaterial. Die Stimmen müssen fehlerlos abgeschrieben und für die Produktion in Mappen vorsortiert werden.
Der Contractor
Der Contractor bucht Musiker und kümmert sich um die vertraglichen Abwickelungen.
Der Dirigent
Der Dirigent dirigiert nicht nur das Orchester, sondern überprüft später auch die Musik im Regieraum bis auf den kleinsten Fehler.
Der Tonmeister
Der Tonmeister ist zuständig für die Aufstellung der Mikrophone, die Spurenauswahl, die Einstellungen des Halls und für das Vormixen und Endabmischen der Musik.
Der Musiker
Die Musiker werden stundenweise engagiert und werden vom Contractor gebucht.